Erschienen in VivaVoce 59 (Winter 2001), S. 2-7, Abdruck mit freundlicher Genehmigung.

Christina Hein

Und vom Himmel regnet es Noten

Barbara Heller zum 65. Geburtstag

Ihre Sprache ist die Musik. Gedanken, Notizen, Briefe und Tagebücher formuliert sie in Noten. Ihre Kompositionen dechiffriert sie wie geschriebene Texte, "Meine Güte, man hört ja wie ich mich damals gefühlt habe!" geht ihr nicht selten beim Wiederhören der eigenen Werke durch den Kopf. So prägnant wie ihre Kompositionen sind auch ihre gesprochenen Sätze. Aphoristisch. Sie sagt: "Ich brauche Ruhe und mache Lärm". Oder: "Die Anregung zum Komponieren kommt von innen, aber ausgelöst wird sie von außen. Ich inspiriere mich am Schauen. Um arbeiten zu können, muss ich den Himmel sehen." Und wenn dann der Himmel mal verhangen ist, sehen Barbara Hellers Kompositionen so aus: Die Noten in schweren Wolken gefangen, regnen als feiner Sprühregen hernieder, tropfen sacht auf die fünf Notenlinien für die zweite Stimme und entfalten eine Melodie, die, Herbstnebel gleich, wieder in den Äther steigt. Es gibt bei diesen grafischen Notationen keine Notenschlüssel" keine Taktangaben, Zeiteinteilungen oder Tempozeichen. Eine Variante von Hellers vielseitiger Ausdrucksweise, die manchen orthodoxen Musiker vor ein Problem stellt.
Wenn es um das Eintreten diese freie Notation geht, dann wird die kleine, sanftmütige Frau energisch: "Natürlich kann man Noten ohne Takt setzen", schmettert sie allen Skeptikern entgegen, und sie beweist es. Toleranz den Interpreten gegenüber ist für sie die logische Konsequenz ihres Stils. "Der Interpret soll sich als lebendiges Wesen einbringen", sagt sie. Das Interesse an ihren Kompositionen von vorwiegend jungen Musikern sowie die wachsende Zahl von Liebhabern frei interpretierbarer Musik gibt ihr recht. Jörg-Peter Mittmann vom Detmolder Ensemble "Horizonte" pflegt seinem Publikum vor Heller-Konzerten Erklärungen an die Hand zu geben: "Unsere Improvisationen bergen manchmal auch für uns Interpreten Überraschungen in sich, vielleicht sogar für die Komponistin selbst. Es sind naturgemäß subjektive Ausdeutungen..."
Das junge Musik-Ensemble kennt sich mit Barbara Heller aus, hat ernsthaft ihre Biografie, ihre Arbeitsweise ihren Stil, ihr Gesamtwerk studiert. Andere wiederum reizt allein das Neue, die Liberalität. "Ich muss ja alle Freiheiten zulassen", sagt die Komponistin leicht zähneknirschend aber fest entschlossen.

Auf dem Vibraphon intoniert, hört sich ihr Regen-Stück für variable Besetzung "II pleut a Paris" sphärisch und irdisch zugleich an. Bei Konzerten ist Barbara Heller mit unübersehbarer Hochachtung vor den Musikern die Erste, die applaudiert.

Die Entstehungsgeschichte dieser kleinen Postkartensammlung - 45 grafische Partituren für ein bis zehn Instrumente - Heller nennt sie "Kartenspiele" - wirft ein Licht auf ihre von Inspirationen geprägte Arbeitsweise. Eine Arbeitsklausur in Paris sollte der seit über 30 Jahren in Darmstadt lebenden Künstlerin im Herbst 1994 neue Eindrücke vermitteln und eine intensive Zeit des Komponierens ermöglichen. So hatte sich Barbara Heller das ausgedacht, doch die Ernüchterung kam schon bei der Ankunft: Die kleine Wohnung unterm Dach war zwar tres bohemien, doch es passte kein Flügel hinein. Außerdem lag das Quartier auf Zeit in einem Stadtteil, das eine Frau zum Flanieren und Schauen nicht gerade einlud. Vor dem Fenster regnete es Bindfäden. Barbara Heller fing an, ihren Freunden zu schreiben, zu zeichnen. Zu Papier kamen Noten. Es entstanden kleine Kompositionen, ähnlich einer von ihr häufig praktizierten Arbeitsweise, dem akustischen Tagebuch, das sie mit einem Kassettenrekorder führt. "Es waren intuitive Entwürfe für ganz persönliche Mitteilungen", sagt Barbara Heller heute. Inzwischen ist das eigenwillige Werk als grafische Notation ediert und wird fleißig interpretiert. Wieder hatte sich der eiserne Wille dieser schüchtern auftretenden Frau gezeigt, wenn es um ihre Musik geht. Obwohl aus dem Zufall geboren, war sie auch mit diesen Miniaturen ihrer Maxime treu geblieben." Ich würde keinen Ton komponieren, wenn ich nicht wüsste, dass es auch gespielt wird."

Barbara Heller gehört inzwischen zu den wenigen Komponisten der klassischen Moderne, die von ihren Tantiemen leben können. Schon früh, während des Studiums in Mannheim, München und Siena, bei Hans Vogt und Harald Genzmer, galt sie als hochbegabte Musikerin. Mit ihren ersten Kompositionen erntete sie bereits in den späten 50er und frühen 60er Jahren Kritikerlob und Publikumszustimmung. Selbstbewusstsein musste die heute 60jährige dennoch erst mühsam entwickeln. So als könnte sie ihren Erfolg noch immer nicht richtig fassen, sagt sie: "Langsam sehe ich, was für Fähigkeiten ich habe." In ihrem katholischen Elternhaus hatte nicht das Interesse an Musik, sondern an der Bildenden Kunst vorgeherrscht. "Kirchenmalerei Heller" war in Ludwigshafen über Generationen ein Begriff. Die Enttäuschung des konservativen Vaters über den nicht vorhandenen Sohn, als Nachfolger für die Firma, prägte Barbaras Kindheit und Jugend. Sie und ihre Schwester lernten comme il faut Klavier spielen und wuchsen als brave bessere Töchter auf. "Ich bin zur Unselbstständigkeit erzogen worden", sagt Barbara.
Bis zu ihrem 28. Lebensjahr lebte sie zu Hause. "Ich hatte es ja nicht schlecht. Mamas Tisch war immer gedeckt, und ich konnte in Ruhe arbeiten." Diese "Ruhe" interpretiert Barbara Heller heute noch als Fessel, die sie beispielsweise auch davon abgehalten hatte, die einmalige Gelegenheit wahrzunehmen, auf Empfehlung ihrer Lehrer bei der großen alten Komponistin Nadja Boulanger in Paris zu studieren.

In einem Text über Fanny Hensel?Mendelssohn, schreibt Barbara Heller: "Habe ich eine Ahnung über die Situation dieser Frau ? Damals? Was verbindet uns? Der Katholizismus gewiß nicht. Wie erging es ihr mit diesem strengen Vater? Gezwungen wurde sie, in religiösen Angelegenheiten nach außen hin sich anders zu zeigen, als sie im Inneren religiös war. Sie, eine geborene Jüdin, ich eine geborene Katholikin. Gesellschaftliche Zwänge. Kirchliche Vorschriften." Über sich sagt sie: "Ich bin als Mädchen gedrillt worden. Erst heute habe ich gelernt, mich selbst zu sehen." Um zu dieser befreienden, Kreativität freisetzenden Erkenntnis zu gelangen, musste die Komponistin einen langen Weg gehen. Das Elternhaus verließ sie um zu heiraten. Ein Sohn wurde geboren. Für die folgenden neun Jahre hat Heller eine nüchterne Bezeichnung parat: "Ehestrecke". Aus dem Komponieren riss sie diese Lebensphase fast völlig heraus. Der einzige Kontakt, den sie in jener Zeit zur aktiven Musikwelt pflegte, war der einer Klavierlehrerin. Es entstanden kleine Stücke mit so bezeichnenden Titeln wie "Für jeden Tag“, "Kinderspiele für Blockflöte und Klavier" oder eine Komposition auf Joachim Ringelnatz Gedicht "Meine Stubenfliege".

Trotz aller Häuslichkeit blieb Hellers geistige Nabelschnur zur aktuellen Musik-Entwicklung intakt. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, an denen sie bereits 1956 und 1963 als Stipendiatin teilgenommen hatte, fanden und finden buchstäblich vor ihrer Darmstädter Haustüre statt. "Dort habe ich viel zeitgenössische Musik kennengelernt", sagt sie. Immer wieder seien es die amerikanischen Komponisten gewesen, durch deren Musik sie sich inspiriert fühlte. Früher Terry Riley, später Peter Garland, Morton Feldman und Alvin Curran, auch Philip Corner und ganz besonders Christian Wolff. Und sie hat deren Musik mit all ihren Sinnen aufgesogen. "Ich lasse mich auf Konzerten, bei Musik-Festivals in aller Welt gerne von anderen Komponisten inspirieren. Und alle zwei Jahre kommen sie alle hierher. Ist das nicht bequem für mich?"

Nach der Trennung von ihrem Mann, Mitte der 70er Jahre, kam für Barbara Heller eine lange Phase des behutsamen Wiedereinstiegs ins Komponieren. Während der langen Durststrecke war ihr bewusst geworden: "Musik ist mein Leben." Gleichzeitig, so sagt sie, habe sie damals erst ihre Persönlichkeit wiederfinden müssen. Sogar Angst, dass man sie auslachen könnte, kam in ihr hoch. "Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und war in der zurückliegenden Zeit regelrecht vereinsamt," Für ihre Rückkehr in die aktive Musikwelt nahm sie deshalb einen kleinen Umweg. Ein Meilenstein für die Frauen im Allgemeinen und für Musikerinnen im Besonderen: Weil sich bei ihr im Laufe der Jahrzehnte viel Material über andere Komponistinnen, Musikerinnen und Frauen im Musikgeschäft angesammelt hatte, war sie im ‚stillen Kämmerlein' zur Expertin geworden. Sie widmete sich intensiv der Theorie, Wahrung und Sicherung dessen, was Musikerinnen leisten und geleistet haben. Es war unter anderen die Dirigentin Mascha Blankenburg mit der sie 1978 in Köln den Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik gründete. Drei Jahre lang war Barbara Heller im Vorstand aktiv. Frauen im Musikgeschäft hatten plötzlich eine Lobby. Frauenmusikfestivals boomten, in Konzertsälen und an den Hochschulen wurde konstatiert, dass es dort in großer Zahl kompetente Frauen gab und gibt. Es regte und rührte sich eine Menge. In Kassel gründete Renate Matthei den Komponistinnen-Verlag Furore. Er feierte 1997 sein erfolgreiches zehnjähriges Bestehen. Auch das einzigartige Archiv "Frau und Musik", dessen Träger der Internationale Arbeitskreis ist, hat inzwischen weltweit Renommee erlangt. Barbara Heller hat an dieser ins Rollen geratenen Bewegung einen großen Anteil. Sie wiederum sagt, sie habe ihre Kraft aus der Frauenbewegung geschöpft. Ihr verdanke sie auch einen Großteil ihres heutigen Erfolgs. "Die Barbara hats gut," würden manche über sie sagen, "die hat sich ihr eigenes Podium geschaffen. So ähnlich, sagt sie, sei das ja auch richtig. Noch immer ist es eine Tatsache, dass sie am meisten von Frauen gefördert wird.

Anfang der 80er Jahre widmete sich Heller wieder konzentriert dem Komponieren. Programmatisch für diese Zeit steht das Klavierstück "Anschlüsse". Es markiert einerseits das Bestreben nach einem Anschluss an die aktive Zeit als Musikerin und Komponistin vor der Ehepause, andererseits konkretisiert sich darin Barbara Hellers Abneigung gegen Anfänge und Schlüsse. "Ich habe immer nach Mustern in der Musik gesucht, die gleichermaßen Anfang und Schluss sein können", sagt sie. Auf dieser Suche nach der eigenen Sprache und persönlichen Ausdrucksformen fährt Barbara zur Höchstform auf. Sie experimentiert, was das Zeug hält. Erforscht Naturklänge, Holz und Steine, Wasser und Wind. Öffnet sich anderen Kunstmedien. Arbeitet mit Malerinnen zusammen. Produziert Tonband-Kompositionen und Filmmusik. Klinkt sich mit Installationen in die großen Kunstereignisse der Zeit ein. Beispielsweise 1991 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt mit ihrer vielbeachteten "Klangvitrine für Joseph Beuys" oder ein Jahr später, während der documenta IX, mit einer "Klangvitrine Kassel". "Plötzlich interessierte mich das Material Musik an sich", sagt sie, "ich habe ja so gut wie keine kompositorische Ausbildung gehabt."
An Fanny, ihre ,Schwester im Geiste', schreibt sie:
"Ob Fanny Interesse hätte an meinen Klangforschungen? Die elektronische Musik hätte ihr garantiert Spaß gemacht, sie war so aufgeschlossen..." Auch Barbara Hellers Affinität zur Bildenden Kunst kristallisiert sich heraus. "Wenn ich nicht komponiere, dann zeichne ich", sagt sie. Ein ganzes Leben lang habe sie versucht, Bild und Musik zusammenzubringen. Optische Reize ? ein steiniger Ackerboden auf der Insel La Comera, Fossilien aus der Grube Messel - vieles, das ich sehe, mutet mich musikalisch an". Ein Vorgang, eine "persönliche Angelegenheit", die sie sich "selber nicht erklären kann."
Barbara Hellers helle Wohnung in Darmstadt, ganz in schwarz und weiß gehalten, ist ein Abbild dieses synästhetischen Bestrebens. Den Arbeitsraum dominieren links und rechts zwei Konzertflügel. An den Wänden, in den Regalen, Bilder und zum Teil bizarre Fundstücke, Souvenirs. "Alles, was hier im Raum zu sehen ist, hat etwas mit meiner Arbeit zu tun." Eine intime Arbeitszelle, in der Heller ohne sich einer festen Arbeitsdiziplin mit strengem Zeitplan zu unterwerfen, enorm produktiv ist. Und zunehmend erfolgreich. Als junge Frau, so erzählt sie, habe sie Angst vor dem Erfolg gehabt. "Es war begründet", sagt Barbara Heller und lacht ihr mädchenhaftes Lachen. "Erfolg macht sehr viel Arbeit." Sie sagt auch: "Wenn ich mit Musik zu tun habe, dann habe ich gute Laune." Sie habe spät in ihrem Leben gelernt, eine Lebenskünstlerin zu werden. "Mir ist egal geworden, was andere von mir denken und ich habe es im höheren Alter doch noch erreicht, selbständig zu sein." Auf diese Weise, so befindet sie: "könnte ich noch hundert Jahre weiterleben."

P.S. Barbara, seitdem ich diesen Text über Dich verfasst habe, sind fünf Jahre vergangen. Verändert hat sich vor allem etwas, Dein räumliches Umfeld betreffend. Du sagst nicht mehr so ohne Weiteres, dass Du in Darmstadt lebst. Vielmehr sind es drei Orte, wo Du Dich hauptsächlich aufhältst. Orte, die unterschiedlicher nicht sein können, Orte, an denen Du unterschiedlichen Lebensgefühlen nachspürst und die auf unterschiedliche Weise Einfluss auf Deine kompositorische Arbeit nehmen. Diese drei Orte sind Darmstadt, Insel La Gomera und Hammelbach. Verrat mir: Was ist mit Darmstadt geschehen? Was hat es mit La Gomera auf sich? Und: Beschreibst Du mir einmal dieses Hammelbach und erklärst die Bedeutung, die dieses Dorf für Dich hat?

Hammelbach ist ein Dorf im hinteren Odenwald, zwischen Darmstadt und Mannheim gelegen. Etwa 1000 Menschen leben hier. Und ich. Neuerdings gebe ich Hammelbach als meine Adresse an. In meiner Vita steht: "Seit April 1998 lebt Barbara Heller im Odenwald. Hier zu leben ist für meine Seele gut."
Ich lebe in einem kleinen, fast 200 Jahre alten Lehmhaus, das ich von meinem Vater geerbt habe. Alles ist krumm und schief, aber es geht mir gut hier. Ich habe hier im Dorf als Kind sieben Jahre lang die Schule besucht. Das Haus war unser Sommerhaus. Im Krieg waren wir hier evakuiert. Viele Einwohner kennen mich von Kindesbeinen an. Für viele bin ich die Bärbel. Hier leben viele Bauern, einfache Leute. Wenn ich durchs Dorf gehe, guckt aus jedem Haus jemand raus, jeder sagt was, fragt was: Was macht Dein Zahn? Warum schaffst Du nur so viel? Oder: Na, biste wieder da? Möchtest Du einen Likör?
Ich habe nie Geborgenheit gekannt. Hier erlebe ich sie. Hier ist alles voller Tiere. Hier ist mein Garten. Ich kann fast zwei Monate im Jahr ohne einengende Kleidung leben. Hier habe ich angefangen zu singen. Die Menschen in Hammelbach lassen mich auch in Ruhe, wenn ich das möchte. Hammelbach ist eng. Man muss ein Stück laufen, um den Himmel sehen zu können. Ich laufe gerne. Bevor ich ins Bett gehe, laufe ich oft ein Stück, rieche das Kalte, das Nebelige, die Misthaufen. Ich bin aus Versehen hier geblieben, nachdem die Mieter aus dem Haus ausgezogen waren und ich angefangen habe zu renovieren. Hier ist nichts, hier ist Muße, hier ist die Poesie.
Darmstadt, das sind 35 Jahre meines Lebens. Es ist mein Leben als Ehefrau und Mutter. Es ist die Zeit des Sparens, damit man sich ein Auto kaufen kann. Aber es ist auch die Musik und die Zeit der Lehre, die der Ferienkurse für Neue Musik. Hier habe ich meine Flügel, meine Instrumente. Hier habe ich gearbeitet. Und dennoch: In der Stadt kommt mein Innenleben zu kurz. Mit dem Innenleben muss man achtsam umgehen.
Ich lebe an drei Orten und an jedem Ort passiert etwas anderes. In La Gomera ist das Meer. Da kann ich die große Leere erleben. Wenn man dort ist, ist es kein Schaden, nicht über die Befindlichkeit der Welt informiert zu sein, uninformiert zu sein. Hier bin ich Bestandteil des Universums, muss mich nicht benehmen, muss nicht angepasst sein. Man kommt hier an seine Wurzeln. Habe ich auf La Gomera einen Einfall, schreibe ich ihn einfach auf. Im Gegensatz zu Hammelbach verstehe ich die Leute hier nicht. Vielleicht mal ein "Hola" oder "Que tal?", mehr auch nicht. Als ich 40 Jahre alt war, war ich müde. Für drei Monate habe ich mich aus der Welt gestohlen. Ich war ganz allein auf La Gomera. Da ist etwas pasiert mit mir. Und jetzt weiß ich: Man muss sich seinem Innenleben hingeben. Man darf sein inneres Leben nicht ignorieren. Ich möchte niemals aus Routine etwas machen. Ich will jetzt einfach mal ein zufriedener Mensch sein.