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Das
Werk Tsippi Fleischers ist in der israelischen Musik einzigartig.
Die Zuhörenden werden von Klangwelten und antiken semitischen
Sprachen, von Phantasiewelten und menschlich-weiblicher Dramatik
mitgerissen. Deren Synthese bildet ein vielschichtiges Panorama.
Kultur und Geschichte des Mittelmeerraumes und ein persönlich-weibliches
Siegel sind charakteristische Elemente im Werkschaffen Tsippi
Fleischers. Diese Elemente haben ihr zu internationaler Anerkennung
verholfen
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Tsippi
Fleischer komponiert seit dreißig Jahren und hat in dieser
Zeit einen Musikstil entwickelt, der für das zeitgenössische
musikalische Schaffen in Israel und weltweit von Bedeutung ist.
Ihre Werke repräsentieren eine der bedeutendsten avantgardistisch-surrealistischen
Bewegungen in Israel. Die surrealistischen Inspirationen schöpft
sie hauptsächlich aus der Tradition arabischer Lieder, die
sie mit spontanen, mikrotonalen Kompositionstechniken mischt.
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In
ihren Kompositionen überbrückt sie Differenzen.
Sie verbindet die arabische Poesie mit der Sprache zeitgenössischer
Musik und hat darin eine originelle Synthese von Orient und
Okzident erreicht. Ihre Sensibilität für Klangfarben
und Klangfülle wurde mit der von Maurice Ravel verglichen.
Darüber hinaus ist sie eine der einflussreichsten MusikpädagogInnen
Israels – unter den bekanntesten KomponistInnen und
DirigentInnen Israels sind einige ihrer SchülerInnen. |
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Tsippi
Fleischers Kompositionen führen in historische und geographische
Weiten. Sie beruhen auf Traditionen Indiens, Chinas, Griechenlands,
Grusiniens, der arabischen Halbinsel, Ägyptens, Syriens,
des Libanons und anderen mehr. Zugleich ist Tsippi Fleischers
Werk aber auch durch einen tief verwurzelten und elementaren
Regionalismus und einen natürlichen Realismus gekennzeichnet,
der in ihrem Leben als Israelin verankert ist. In zahlreichen
Werken kreiert Fleischer ein spannendes Zusammenspiel beider
Welten – der Welt des Exotismus und der des Regionalismus.
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Das
Schaffen Tsippi Fleischers lässt sich als ein reichhaltiges
Kaleidoskop von Worten und Klängen charakterisieren. Unkonventionelle
Zusammensetzungen verschiedenster Elemente sind ein integraler Teil
eines jeden Werkes. In den Multimedia-Stücken beispielsweise,
sind die antiken semitischen Sprachen die stärksten und wichtigsten
Komponenten des Klangeindrucks – im Mittelpunkt der Stücke
stehen die Klangfarben dieser alten Sprachen. Ein Teil der Werke
wird in unterschiedlichen Fassungen veröffentlicht, in denen
teilweise unterschiedliche Klangideen realisiert werden. So gibt
es von manchen Werken Fassungen für orientalische bzw. westliche
Instrumente, ebenso gibt es von Vokalwerken verschiedene Textversionen,
wie Arabisch, Hebräisch und Englisch.
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| Im
Laufe ihrer Schaffenszeit hat Fleischer ihren Stil sehr verändert:
Für die 70er Jahre ist das Ausloten und die Suche nach einem
originellen Musikstil unter Einbeziehung orientalischer Modelle
kennzeichnend. In den 80er Jahren hat sie ihren Stil ausgeformt,
israelische Landschaften waren ein häufig wiederkehrendes Motiv.
Mit der Vertonung klassischer arabischer Texte erlangte ihr Werk
Ende der 80er Jahre einen neuen Höhepunkt. In den 90er Jahren
stehen musikalische Texturen, die von alten und fernen semitischen
Orten inspiriert sind, im Mittelpunkt ihres Schaffens. Uns werden
Mesopotamien, Akad, Ugarit, Kanaan und das koptische Ägypten
nahegebracht – und dort sind als bestimmende Kräfte weibliche
Stärke, der Sieg des Glaubens über die menschliche List
sowie die Abkehr von Not und die Suche nach einem Weg zu finden.
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre verdichten sich die Schichten
ihrer in sich gefestigten musikalischen Sprache mehr und mehr zu
universalen Botschaften, deren Kraft wächst: Thematisiert werden
der Gegensatz von Naturkräften und Bewegungslosigkeit gegenüber
der menschlichen Vorstellungskraft, Nuancen von Widerstand gegen
die als weltweit erlebte Heuchelei, ein Aufbegehren gegen das Fehlen
von Gerechtigkeit hinsichtlich des Schicksals des jüdischen
Volkes (At the End of the Ways – ein postmodernes Werk) und
der andauernde Kummer – der Schmerz über den Verlust
ihres ersten Kindes (Wie ein Diamant 1998). Zuletzt verlagerte Fleischer
ihren Arbeitsschwerpunkt zum Bereich Orchestermusik und Oper, hier
kann eine Fortsetzung und Erweiterung ihres texturalen Empfindens
und der visuellen Nuancen gesehen werden. |
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